Arbeitsgruppe Stadt- und Bevölkerungsgeographie

Transitmigranten in den Städten des Maghrebs

Die irreguläre Migration aus Afrika in Richtung Europa zieht bereits seit einigen Jahrzehnten die Aufmerksamkeit zahlreicher Politiker und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen auf sich. Bei der Betrachtung dieses Prozesses stehen dabei größtenteils Europa und die damit verbundene sicherheitspolitische Perspektive im Mittelpunkt des Interesses. Auch dieses Dissertationsvorhaben wird sich mit dieser Problematik auseinandersetzen. Jedoch wird das Phänomen aus einer differenzierten Sichtweise betrachtet. Angesichts der Tatsache, dass den meisten Migranten die Überschreitung des Mittelmeeres nicht gelingt, stehen die Maghreb-Region und die Migranten im Fokus, die sich für einige Zeit in den Ländern Nordafrikas niederlassen. Die Ziele dieser sogenannten Transitmigranten sind dabei vor allem die Städte, die ihnen verschiedene Möglichkeiten bieten, ihren temporären Aufenthalt und eventuell die Weiterreise zu finanzieren. Dabei verändern die Migranten selbst die Städte, da ihnen aufgrund ihres meist undokumentierten Aufenthaltes Arbeitslosigkeit oder Beschäftigungen im irregulären Sektor drohen, was wiederum dazu führen kann, dass sich verschiedene negative Begleiterscheinungen, wie beispielsweise Schwarzarbeit, Prostitution, Drogenhandel, Menschenschmuggel und -handel in den Städten ausbreiten.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Dipl.-Geogr. Zine-Eddine Hathat

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