Arbeitsgruppe Stadt- und Bevölkerungsgeographie

Entstehung, Ansätze und Potentiale der kritischen Geographie - Vortrag und Diskussion mit Bernd Belina

20.11.2018

Inspiriert von der englischsprachigen radical und critical geography haben sich in den letzten zehn Jahren auch in Deutschland verschiedene Ansätze der kritischen Geographie verbreitet und etabliert. Marxistische, poststrukturalistische, feministische und postkoloniale Ansätze werden als theoretische Werkzeuge genutzt, um verschiedene Themen von Migration und globaler Ungleichheit über Geschlechterverhältnisse oder Umweltgerechtigkeit bis zur Stadtentwicklung zu analysieren. Darüber hinaus sind kritische geographische Ansätze an vielen Universitäten im Lehrkanon der Geographie verankert.

Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir gemeinsam mit Bernd Belina einen Überblick über die Entstehung, Ansätze und Potentiale der kritischen Geographie geben. Angefangen bei der Frage, was eigentlich das Kritische an der kritischen Geographie ist, werden die verschiedenen Ansätze und die damit verknüpften inhaltlichen Konflikte vorgestellt. Diese Ansätze sollen im Anschluss anhand des Beispiels des Aufstiegs der (Neuen) Rechten aus kritisch geographischer Perspektive diskutiert werden.

Bernd Belina lehrt und forscht seit April 2008 am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen historisch-geographischer Materialismus, Stadtgeographie, Politische Geographie und Kritische Kriminologie. Er ist u.a. Herausgeber der Werke „Handbuch Kritische Stadtgeographie“, „Staat und Raum. Positionen der Politischen Geographie“ und „Raumproduktionen“ (I und II).

29.11.2018 | 19 Uhr | Hansa 48

Arbeitskreis Kritische Geographie Kiel