Arbeitsgruppe Stadt- und Bevölkerungsgeographie

Konstituierung transnationaler Händlernetzwerke. Sozioökonomische Organisation afrikanischer Migranten in Guangzhou/China.

Die Megacity Guangzhou bildet im Herzen des Perlflussdeltas eines der prosperierenden Zentren der chinesischen Industrieproduktion und avancierte in den letzten vier Dekaden zum Dreh- und Angelpunkt des nationalen sowie globalen Handels. Wesentlicher Bestandteil dessen bilden sino-afrikanische Waren- und Kapitalströme, die mittels transnationaler Händlernetzwerke die steigende Nachfrage nach chinesischen Konsum- und Industriegütern auf dem afrikanischen Markt befriedigen. Einen zunehmenden Teil der Netzwerkakteure machen afrikanische Migranten aus, die sowohl formell als auch informell als selbständige Händler in der südchinesischen Handelsmetropole agieren. Ihre sozioökonomische Einbindung in sich konstituierende Netzwerkstrukturen sowie die sich daraus ergebenden Handlungsoptionen im sino-afrikanischen Wirtschaftsgefüge stehen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses. Dabei sollen aus einer humangeographischen Perspektive handlungstheoretische Konzepte mit institutionenbasierten, strukturellen Ansätzen zusammen geführt werden.

Förderung: DFG 2010-2014

 

Projektleiter: Prof. Dr. Rainer Wehrhahn

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Dipl.-Geogr. Angelo Müller

Zentrale Publikationen siehe Mitarbeiter