Arbeitsgruppe Stadt- und Bevölkerungsgeographie

Wechselwirkungen zwischen raumorientierten Sicherheitspolitiken und alltäglichen Sicherheitspraktiken in São Paulo, Brasilien

In Wohnsiedlungen der breiten brasilianischen Mittelschicht werden seit einigen Jahren die Sicherheitspolitiken intensiviert und vor allem technische Sicherheitsmaßnahmen massiv ausgeweitet. Diese Entwicklung beeinflusst und beschränkt tägliche Handlungsmuster der urbanen Bevölkerung zunehmend und verändert die kommunikativen und sozialen Strukturen und Prozesse im lokalen städtischen Raum tiefgreifend. In Anlehnung an die Diskussion der geographischen Stadt- und Sicherheitsforschung ist es die Hauptzielsetzung des Projektes auf mikroskaliger Ebene von Haushalten, Nachbarschaften und Quartieren der urbanen Mittelschicht innerhalb der Kommune São Paulo (Brasilien) alltägliche sicherheitsbezogene Handlungen zu untersuchen und deren Wechselwirkungen mit öffentlichen und privaten Sicherheitspolitiken zu verstehen. Dabei sollen aus humangeographischer Perspektive sowohl akteurszentrierte als auch praxeologische Ansätze miteinander verknüpft werden.

Förderung: DFG 2012-2017

Projektleiter: Prof. Dr. Rainer Wehrhahn

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Dipl.-Geogr. Dominik Haubrich

Zentrale Publikationen siehe Mitarbeiter