Arbeitsgruppe Stadt- und Bevölkerungsgeographie

Wohnungsteilmärkte und lokale Handlungslogiken am Beispiel studentischer Wohnungsmärkte

In vielen deutschen Universitätsstädten kam es in den letzten Jahren zu deutlichen Anspannungen auf den Wohnungsmärkten (vgl. BBSR-Analysen KOMPAKT 09/2014). Gerade in zentralen Lagen, welche als traditionell von Studierenden bevorzugte Wohnstandorte bezeichnet werden können, sind hohe Nachfrageüberhänge zu beobachten. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der jungen Menschen, welche eine Hochschulzugangsberechtigung erwerben und sich zur Aufnahme eines Studiums entscheiden, weiter zu. In den nächsten Jahren ist deswegen mit einer konstant hohen Nachfrage von Studierenden nach bezahlbarem Wohnraum auszugehen.

Auf diese Entwicklungen wird von unterschiedlicher Seite reagiert: Gemeinnützige Wohnheimanbieter planen Kapazitätserweiterungen, private Investoren erkennen "student housing" als erfolgreiche Anlageobjekte und kommunale Akteure versuchen, durch Förderprogramme die Nachfrage in bisher von studentischer Seite wenig beachtete Wohnquartiere umzuleiten. Die Handlunglogiken der beteiligten Akteursgruppen und die Folgen bezogen auf die Wohnstandortverteilung und -situation von Studierenden sind die zentralen Untersuchungsfelder dieses Forschungsprojekts.
 
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Dipl.-Geogr. Jesko Mühlenberend
 
Wohnungsteilmärkte und lokale Governancestrukturen am Beispiel studentischer Wohnungsmärkte (Arbeitstitel) - Dissertationsvorhaben Dipl.-Geogr. Jesko Mühlenberend
 
Zentrale Publikationen siehe Mitarbeiter